Bemalte Ostereier

Eierlei zu Ostern – der vielfältige Gebrauch der Ostereier

Das Osterfest hat bundesweit viele verschiedene Bräuche. Dazu zählt besonders die vielfältige Verwendung der Ostereier: Zwei Drittel der Deutschen bemalen jedes Jahr Eier und mehr als die Hälfte versteckt sie anschließend im Garten oder im Haus. Das ist sicherlich jedem geläufig. Doch wie sieht’s mit anderen familiären Bräuchen aus?
Wir listen dir eine kleine Vielzahl an Ideen auf, bei denen keine Eier unnötig verschwendet werden und mit denen du deine Kinder lange begnügen kannst. So wird jedes Osterfest zu einer wundervollen Kindheitserinnerung!

Was man zu Ostern alles mit Eiern anstellen kann

Ostereier kloppen

Beim Ostereier kloppen kommt Freude auf! Es nennt sich auch „Ostereiertitschen“. Dabei stößt jeder sein gekochtes Ei mit der Eispitze gegen das eines anderen. In jedem Fall wird bei einem Ei die Schale kaputt gehen und das andere Ei bleibt dabei unversehrt. So entsteht ein kleines „Turnier“ beim Osterbrunch unter denjenigen, die ihre Ostereier aufeinander titschen. Das mit der stärksten Schale hat gewonnen! Gern kann man sich dazu einen kleinen Gewinn überlegen, wie einen extra Schokohasen.

Ostereier bemalen und verzieren

Eier bemalen zu Ostern ist das Pendant zu Plätzchen backen in der Weihnachtszeit! Jeder in der Familie findet Spaß an dem traditionsreichen Osterbasteln. Besonders die Kinder können sich kreativ austoben. Dabei werden entweder hartgekochte Eier bemalt oder sie werden zuerst ausgeblasen – und der Inhalt anschließend als Omelette oder Frittata für den Osterbrunch verwendet.
Wer Erfahrung mit ausgeblasenen Eiern hat, der weiß, dass es für kleine Kinder sehr herausfordernd ist, die delikate Schale nicht zu zerbrechen. Eine Möglichkeit, um es ihnen einfacher zu machen: Mit einem Schaschlikspieß das Loch des Eis durchstechen. Dadurch lässt sich das Ei einfacher von allen Seiten bemalen, ohne dass es zerbricht.

Sicherlich kennst du das Prozedere des Verzierens: Zunächst die Eier mit Lebensmittelfarbe im Pastellfarbton einfärben und trocknen lassen. Und dann folgt der Spaß! Man nehme zum Beispiel eine alte Zahnbürste, tunkt sie in einen dunkleren Farbton und streicht mit dem Daumen fest über die Borsten, sodass ein schönes gesprenkeltes Muster entsteht. Die Punkte kann man auch mit Linien verbinden und so kleine Kunstwerke erschaffen.

Eier Wettessen

Wer hat das schon mal ausprobiert? Der Rekord bei einer befreundeten Familie sind 14 Eier! Ja, ein Neffe hat 14 Eier zum Osterbrunch verdrückt! Sprich, das Eier Wettessen ist eher was für die Erwachsenen, die neben den ganzen anderen Leckereien noch Platz im Magen haben. Keiner sollte sich an einem Fest so überessen, dass es einem im Laufe des Tages schlecht geht!
Übrigens, keine Angst vor dem „Eiweißschock“. Der ist bis dato immer noch nicht wissenschaftlich belegt. Wenn dann äußert sich eine Verstimmung des Magens, wie es bei bestimmten ballaststoffreichen Lebensmitteln auch der Fall ist.

Die Eiersuche

Diese Ostertradition ist mit Sicherheit jedem geläufig. Wir geben dir hier die besten Verstecke preis, die für clevere Kinder sogar knifflig sind. Blumenbete und Blumenkästen sind ein klassisches Versteck, doch wie sieht es mit Briefkasten, Gießkannen oder Eimern aus? Ein sicheres Versteck sind die Borsten von großen Besen oder hinter Schaufeln. Und da die meisten beim Suchen nach unten schauen, werden die Ostergeschenke, an der Wäscheleine befestigt, sicherlich übersehen.

Vielleicht kommt es vor, dass die Osterhasen selbst die restlichen Verstecke der Eier und Geschenke nicht wiederfinden. Dabei hilft es vorab eine Liste aller Verstecke zu schreiben. So braucht man nicht zu befürchten, dass irgendwann der Hund die Schokoeier vernascht.

Eierlauf

Man kennt’s von Kindergeburtstagen, wie Topfschlagen oder Blinde Kuh. Zu Ostern lässt sich im Garten ebenfalls ein Eierlauf veranstalten. Dafür kann man für die Kinder einen kleinen Parkour errichten oder sie über eine gerade Strecke am schnellsten laufen lassen. Obwohl, was heißt „für die Kinder“? Die Erwachsenen sollten gefälligst auch jeden Spaß mitmachen! Vor allem nach ein bisschen Eierlikör-Intus wird’s erst richtig lustig.

Woher kommt der Brauch der Ostereier?

Im Christentum wurde das Ei zum Symbol für neues Leben und für die Auferstehung Jesu Christi. Es ist belegt, dass sich armenische Christen schon in den ersten Jahrhunderten nach Christus Eier schenkten. Und in der orthodoxen Ostkirche wurden schon damals rot bemalte Eier verschenkt, was auf das von Christi vergossene Blut verwies.

Auch interessant: Seit dem Mittelalter verbot die Kirche in der Fastenzeit vor Ostern den Verzehr von Fleisch und Eierspeisen. Aus diesem Grund sammelte sich eine große Menge an Eiern, da der Vorfrühling eine gute Legezeit der Hühner ist.
Damit die ganzen Eier nicht verdarben, wurden die Eier abgekocht und haltbar gemacht. So etablierte sich langsam das Verzieren und Verschenken der Ostereier.

Sorbische Ostereier

Schon was von dem aufwändigsten Ostereierschmuck Deutschlands gehört? Die Sorben in der Lausitz bringen seit Jahrhunderten besonders filigrane Ostereier hervor. Dafür gibt es sogar einen Wettbewerb, um jedes Jahr das schönste sorbische Ostereier zu küren. Wir finden diese traditionelle Verzierung besonders schön!
In diesem Sinne wünschen wir dir und deiner Familie ein schönes Osterfest und viel Spaß bei den verschiedenen Aktivitäten!

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