Ist Milch nun gesund, oder nicht?

Käse, Quark, Sahne, Joghurt, Butter, Proteinpulver, … die Produkte und Verwendung von Milch sind geradezu unendlich! Darüber hinaus ist die weiße Flüssigkeit reich an guten Inhaltsstoffen. Neben Kalzium enthält sie einige Vitamine, Mineralien und Aminosäuren (also Proteine), die der Körper dringend zur gesunden Zellteilung benötigt.

Bereits als Kind lernt man: Kalzium aus der Milch hilft beim Wachsen, ist gut für die Knochen und macht stark. Das stimmt! Das Mineral stärkt Knochen und Zähne und ist auch für die Muskelfunktion essentiell.

Doch was nur Wenige wissen: Die tierischen Proteine in Milchprodukten können bei übermäßigem Verzehr im Körper zu einer Übersäuerung führen. Um diese zu neutralisieren, braucht der Körper wiederum Kalzium, welches er am ehesten den Knochen entzieht. Einige Studien weisen auf, dass Milch das Risiko für Osteoporose sogar begünstigen kann, anstatt dem entgegenzuwirken.

Oh oh, Osteoporose!

Deshalb warnen Milchkritiker, dass ein erhöhter Verzehr von Milch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Osteoporose steigert. Als Grund führen sie die gesättigten Fettsäuren in der Milch an, die den Cholesterinspiegel erhöhen und so kardiovaskuläre Erkrankungen verursachen würden. Doch es gibt Aussagen, die diese Art von Fettsäuren in ein viel besseres Licht rücken und somit nicht die Ursache diverser Krankheiten sein kann.

Aber, um jetzt nicht zu biologisch zu werden, gehen wir besser auf die Frage ein, ob Milch nun förderlich oder schädlich für die Gesundheit ist – denn genau da sind sich sogar die Wissenschaftler uneinig.
Denn lange wurde Milch uneingeschränkt empfohlen, dabei ist die heutige Studienlage nicht mehr ganz so eindeutig. Aktuelle Untersuchungen legen dar, dass ein zu hoher Konsum zu Entzündungsreaktionen im Körper führe und Alterungsprozesse beschleunige.

Zudem könne ein übermäßiger Milchkonsum zu chronischen Infekten führen, Allergien auslösen, Hautprobleme hervorrufen, Asthma und sogar Krebs fördern. Doch wissenschaftliche Studien fehlen bislang, um diesen Zusammenhang zweifelsfrei bestätigen zu können. Aber wie Dir vielleicht schon aufgefallen ist, alles im Konjunktiv. Und wie bei allem anderen auch, die Menge macht man das „Gift“.

Ist Bio-Milch die bessere Alternative?

Bio-Milch stammt aus biologischer Landwirtschaft und ist sogar gesünder als die konventionelle Variante. Tatsächlich enthält Bio-Milch vom Bauern mehr Vitamine und Mineralien und hat zudem weniger Schadstoffe. Doch am allerbesten ist die sogenannte Rohmilch. Genau die, die damals direkt in den hübschen Metall-Milchkannen geliefert kam. Denn die Rohmilch enthält eine große Menge an Vitamin A und viele weitere essentielle Inhaltsstoffe. Doch leider gehen die bei der Homogenisierung, Pasteurisierung und wie die Verarbeitungsprozesse von Milch nicht alle heißen, zum großen Teil verloren.

„Milch und Milchprodukte enthalten hochwertiges Protein (Eiweiß), das für den Muskelaufbau und -erhalt unverzichtbar ist.“ schreibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Doch es ist das Eiweiß, das unverzichtbar ist, nicht die Milch!
Die DGE rät zu maßvollem Genuss: pro Tag höchstens 250 Gramm fettarme Milch sowie zwei Scheiben Käse.
Doch das reicht einem Milchmädchen oder Milchburschen nicht, oder?

Im Übrigen ist die Ursache eines Kalziummangels (und somit eine mögliche Osteoporose) nicht unbedingt der übermäßige Milchkonsum, sondern ein erhöhter Konsum von zu vielen sauren Lebensmitteln wie Kaffee, Cola, Alkohol, Fleisch und Süßigkeiten.

„Aber sauer macht doch lustig, oder nicht?“

Nein, Spaß beiseite. Schon blöd, dass die schmackhaftesten Genussmittel so viele negative, gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Doch wer all das ohne schlechtes Gewissen konsumiert und nicht über die vermeintlichen Folgen nachdenkt, lebt das Leben so wie er oder sie es für richtig hält. Und genau diese Einstellung hält den Verstand gesund und dadurch auch den Körper!

Im Übrigen findet man bei der Recherche, ob Milch nun gesund ist oder nicht, für fast jedes Argument, das für einen Milchkonsum spricht, auch ein Gegenargument.
Daher raten wir, Milch mit Bedacht zu kaufen und zu trinken und es so auch richtig zu genießen. Es gibt mittlerweile auch viele leckere Alternativen. Schon mal einen Hafer- oder Mandeldrink für den morgendlichen Kaffee ausprobiert? Der Preis lohnt sich definitiv, wenn sich dieses Produkt genauso gut für einen Cappuccino aufschäumen lässt.

Hat Dir der Beitrag gefallen oder würdest Du gern mehr über dieses Thema erfahren? Beispielsweise, was es eigentlich mit einer Laktoseintoleranz auf sich hat und warum sollten Schwangere besser auf Milch verzichten sollten?
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Hier kannst Du mehr nachlesen:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/artikel/ungesunde-getraenke/milch-ist-fuer-erwachsene-unnoetig

https://www.aerzteblatt.de/blog/109428/Wie-gesund-ist-Milch

https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/milchprodukte/milch